70 Jahre Friedensarbeit und ehrenamtliches Engagement
Die Ökumenischen Jugenddienste sind ein internationales Camp-Programm und stehen in der Tradition der Ökumenischen Internationalen Aufbaulager, die nach dem 2. Weltkrieg vom Jugendreferat des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) entwickelt und organisiert wurden. Heute ist das Amt für kirchliche Dienste (AKD) Träger des ÖJD.
ÖJD-Camps sind ehrenamtliche Arbeitseinsätze von jungen Menschen (17–26 Jahre alt). Ziel der Jugenddienste ist, dass junge Menschen aus Europa und der Welt zusammenkommen. Die Gruppe besteht in der Regel aus 12-18 Teilnehmenden und 2-3 ehrenamtlichen Teamer*innen. In jedem Camp sind mindestens 5 Nationen vertreten. Camp-Sprachen sind Englisch und Deutsch. Die Teilnehmenden engagieren sich ehrenamtlich durch praxisorientierte Arbeitseinsätze in Projekten. Neben der Projektarbeit bleibt viel Zeit in der Freizeit für Austausch, Erholung, Kultur, Spaß und Ausflüge. Die Gruppe gestaltet und verbringt ihre Freizeit gemeinsam. Teilnahmebedingungen im Überblick ÖJD-Info-Broschüre.
Das passiert durch das Camp
- Begegnung zwischen den jungen Menschen: Die Teilnahme an einem ÖJD-Camp bietet eine niederschwellige Chance, Freunde zu finden, neue Kulturen kennenzulernen, Kompetenzen im internationalen Miteinander zu erwerben, das eigene Glaubensverständnis zu hinterfragen und in der Auseinandersetzung mit anderen dieses weiterzuentwickeln.
- Ehrenamtliches Engagement in einem sinnstiftenden Projekt: Mit dem ehrenamtlichen Engagement in einem ökumenischen Projekt in Deutschland können praktische Erfahrungen zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gesammelt werden.
- „Local Impact“ – Lokale Auswirkungen
Durch das Zusammenarbeit Vorort kommen Menschen in Kontakt, die vorher oft kaum miteinander kommuniziert haben. Projektpartner, Mitarbeitende, die Bevölkerung Vorort, … tun etwas gemeinsam und haben ein gemeinsames Ziel. Das Erlebnis, dass etwas geschafft und erreicht wird, ist für alle eine erdende und motivierende Erfahrung. Gemeinschaftsgefühl und Selbstwirksamkeit werden erlebt. Das heißt, das Engagement der „Workcamper“ strahlt in die gastgebenden Gemeinden hinein und belebt und begeistert Menschen vor Ort.
Abgesehen davon macht ein Ökumenischer Jugenddienst einfach Spaß!
Im Sommer 2025 konnten 5 internationale ÖJD-Camps veranstaltet werden. Es war für alle Beteiligten (75 Teilnehmende aus Ägypten, Brasilien, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Serbien, Slowakei, Spanien, Tansania, Tschechien, Ukraine und Ungarn und die Camp-Partner*innen) ein bereicherndes Erlebnis! 10 gute Gründe für ein ÖJD Camp .
Weitere Informationen auf der ÖJD-Website …
Freunde finden, etwas Gutes tun und eine tolle Sommerzeit 2026 erleben! Hier geht es zur ÖJD Camp-Anmeldung
Gefördert werden die Ökumenischen Jugenddienste durch Mittel des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) – Aufgrund dieser Förderung beträgt die Camp-Anmeldegebühr für 2 Wochen nur 40 Euro!

Ansprechperson
Karolin Minkner, Referentin für internationale Jugendbegegnung
Mobil +49-(0)151 210 630 26
E-Mail k.minkner@akd-ekbo.de
Lena Thörner, Mitarbeiterin Ökumenische Jugenddienste
E-Mail l.thoerner@akd-ekbo.de
Übrigens: Neben dem Begriff Aufbaulager, Jugenddienst, Jugendgemeinschaftsdienst und Jugendsozialdienst gibt es den englischsprachigen Begriff Workcamp. Der Begriff wurde vor allem in der US-amerikanischen Gruppenpädagogik in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt und zeugt von den Bemühungen um eine demokratische Bildung der jungen Generation nach dem Faschismus. In der internationalen Jugendarbeit hat sich der Begriff trotz seiner Mehrdeutigkeit etabliert und bis heute erhalten.